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Ausgangslage waren Probleme bei der Abnahme von Produktions- oder Bürogebäuden, weil die Bauten nicht der Arbeitsstättenverordnung entsprechen. In einem Gutachten BAuA sieht keine Anpassungsnotwendigkeit beider Rechtsbereiche

Es gebe lediglich Rückgriffe auf Konkretisierungen im jeweils anderen Rechtsgebiet. Kollisionen gebe es auf nachgeordneter Regelungsebene – diese könnten aber schrittweise klargestellt werden. Bei weiteren Umsetzungen sollte es also weder um den Rahmen (wie etwa ein einheitliches Bauordnungsrecht) noch um die Rangfolge der Vorschriften gehen, sondern um das Zusammenwirken der Rechtsgebiete.

Es gelte jeweils die Regelung, die zu einem höheren Schutzniveau für die Beschäftigten führe.

Fälle in denen Abweichungen immer wieder zu Diskussionen führen sind z.B. Brandschutz, Fluchtwege und Sicherheitsbeleuchtung.

Zum Gutachten: Gutachten Baurecht ArbStättV

Bevorzugte Einsatzgebiete sind beispielsweise elektrische Betriebsräume, Serveranlagen und Laboratorien, da das Löschmittel CO2 rückstandsfrei löscht. CO2 ist farblos, geruchlos und schwerer als Luft.

Der Löscheinsatz mit CO2-Feuerlöschgeräten kann in kleinen und engen Räumen jedoch lebensgefährlich sein. Bereits ab 5 bis 8 Volumen-% CO2 in der Atemluft droht Erstickungsgefahr.

Die bisherigen, auf das gesamte Raumvolumen bezogenen, Berechnungen hinsichtlich der zu erwartenden CO2-Konzentration im Raum müssen korrigiert werden.
Es muss mit einer anrechenbaren Raumhöhe von maximal 2 m statt der tatsächlichen Raumhöhe gerechnet werden.

5 kg CO2-Feuerlöscher erfordern mindestens 27,5 m2 freie Grundfläche.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung hat der Unternehmer oder die Unternehmerin die bereitgestellten CO2-Löschmittelmengen (Feuerlöscher) in Bezug zu den Raumgrößen zu überprüfen.

Ab dem 31. Mai 2018 gilt laut der Betriebssicherheitsverordnung (§16 in Verbindung mit Anhang 2, Abschnitt 3, Nummer 5.1) die gesetzliche Regelung, dass technische Anlage in explosionsgefährdeten Bereichen wiederkehrend einer Prüfung unterzogen werden müssen. Damit endet die seit Juni 2015 geltende Übergangsfrist. Bis zum Jahr 2015 mussten Betreiber ihre Anlage nur einmalig und zwar bei der Inbetriebnahme überprüfen.

Erforderliche Unterlagen für die Prüfung der Gesamten Angale ist die Gefährdunsgbeurteilung und die Prüfungsdokumentation insbesondere von Lüftungsanlagen, Gaswarneinrichtungen, elektrischen und nichtelektrischen Geräten und Schutzsystemen.

Mit der Änderung des Mutterschutzgesetztes zum 01.01.2018 wurden auch die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung geändert. Der Arbeitgeber muss nun für jeden Arbeitsplatz prüfen, ob dort Gefahren für Schwangere oder Stillende auftreten. Diese Verpflichtung besteht auch für Arbeitsplätze an denen aktuell ein Mann arbeitet. Die Gefährdungsbeurteilung und die Ergebnisse müssen dokumentiert werden und die Mitarbeiterinnen über mögliche Gefahren bei einer Schwangerschaft informiert werden.

Die TRG 561 gilt für Tätigkeiten mit Exposition gegenüber krebserzeugenden Metallen und ihren anorganischen Verbindungen der Kategorie 1A oder 1B mit Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) oder risikobasiertem Beurteilungsmaßstab (BM). Sie konkretisiert die besonderen Schutzmaßnahmen nach der Gefahrstoffverordnung und das Maßnahmenkonzept sowie die Anforderungen der TRGS910 hinsichtlich der Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen und ihren anorganischen Verbindungen.

Die neue TRGS 561 ist insbesondere für folgende Branchen und Bereiche relevant:

  • Nichteisenmetall-Metallerzeugung
  • Hartmetallproduktion
  • Roheisen- und Stahlerzeugung
  • Galvanik und Beschichtung mit Chromaten
  • Batterieherstellung
  • Recycling
  • Herstellung und Verwendung von Katalysatoren und Pigmenten

Die TRGS 561 gilt nicht für Tätigkeiten der schweißtechnischen Praxis wie Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren an metallischen Werkstoffen, bei denen gas- und partikelförmige Gefahrstoffe entstehen können; hierfür gilt die TRGS 528 „Schweißtechnische Arbeiten“. Sie gilt auch nicht für Labortätigkeiten mit laborüblichen Mengen; hierfür gilt die TRGS 526 „Laboratorien“.

Download TRGS 561

Die TRGS 400 beschreibt Vorgehensweisen zur Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV. Sie bindet die Vorgaben der GefStoffV in den durch das Arbeitsschutzgesetz (§§ 5 und 6 ArbSchG) vorgegebenen Rahmen ein.

Die TRGS 400 beschreibt unter anderem, detailiert:

  • Organisation der Gefärdungsbeurteilung
  • Informationsbeschaffung
  • Grundsätze der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung
  • Bewertung der Gefährdungen
  • Die Dokumentation

TRGS 400

Für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitgeber verantwortlich.

Die Gefährdungsbeurteilung darf nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden.

AGU-Konzept übernimmt die Aufgaben der fachkundigen Person.

Das Gefahrstoffverzeichnis nach § 6 Abs. 10 GefStoffV verschafft einen Überblick über alle im Unternehmen verwendeten Gefahrstoffe.

Ein Gefahrstoffverzeichnis muss mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Bezeichnung des Gefahrstoffes,
  • Einstufung des Gefahrstoffes oder Angaben zu den gefährlichen Eigenschaften,
  • Angaben zu den im Betrieb verwendeten Mengenbereichen,
  • Bezeichnung der Arbeitsbereiche, in denen Beschäftigte dem Gefahrstoff ausgesetzt sein können.

Im Verzeichnis wird auf die aktuellen Sicherheitsdatenblätter hingewiesen und die Ergebnisse der Substitutionsprüfung werden eingetragen.

Info Gefahrstoffverzeichnis

Die ASR V3 ist im Juli 2017 in Kraft getreten und konkretisiert die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Bezug darauf, wie eine Gefährdungsbeurteilung beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten gestaltet werden kann.

Die ASR V3 erläutert, wann Sie eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung überprüfen sollten und was Gegenstand der Beurteilung sein sollte. Auch die konkrete Durchführung wird in 8 Prozessschritten detailiert  dargestellt.

Wenn Arbeitsschutz-Verantwortliche nach der ASR V3 vorgehen, tritt die Vermutungswirkung ein. Das heißt, sie können davon ausgehen, dass sie die gesetzlichen Vorschriften aus der Arbeitsstättenverordnung bzw. dem Arbeitsschutzgesetz erfüllen.

ASR V3

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV hat eine Planungshilfe für das Notfallmanagement beim Umschlag und innerbetrieblichen Transport von Gefahrgütern und gefährlichen Stoffen erstellt (DGUV Information 208-050). Der Leitfaden stellt Maßnahmen vor, die bei einem unbeabsichtigten Austritt von gefährlichen Stoffen und Gütern zu treffen sind. Diese reichen von der Ermittlung des Stoffes und dessen Eigenschaften bis zur endgültigen Freigabe der betroffenen Arbeitsbereiche.

 

Der geschulte Umgang und eine regelmäßige Prüfung elektrischer Betriebsmittel ist unerlässlich. Hier stehen Unternehmer in der Pflicht.

Doch wer darf was?

Vor der Zuweisung von Aufgaben im elektrotechnischen Bereich muss laut VDE 0105-100 die Art und Schwierigkeit der Aufgabe beurteilt werden, um einen entsprechend qualifizierten Mitarbeiter dafür auszuwählen.

Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK):

Sind Unternehmer selber keine Elektrofachkräfte müssen sie eine VEFK bestellen, die ihre Unternehmenspflichten in diesem Fachbereich übernehmen. Eine VEFK muss Techniker, Meister, Ingenieur, Bachelor oder Master der Elektrotechnik sein.  Ihre Aufgaben sind zum Beispiel das Erstellen von Betriebs- und Arbeitsanweisungen, das Sicherstellen des ordnungsgemäßen Zustands elektrischer Maschinen, Anlagen und Betriebsmittel oder die Unterweisung und Belehrung von Mitarbeitern. Die VEFK ist in der Regel fachlicher Vorgesetzter weiterer Elektrofachkräfte. Sie muss nicht zwingend im Unternehmen angestellt sein.

Elektrofachkraft (EFK):
Eine Elektrofachkraft übernimmt Tätigkeiten für die Planung, Installation und Prüfung elektrotechnischer Betriebsmittel und kann potentielle Gefahren erkennen. Die Qualifikation kann ausschließlich in spezialisierten Bereichen erworben werden, beispielsweise in der Ferntechnik, Schaltberechtigung oder Motorschaltung. Wer EFK werden möchte, benötigt im Regelfall eine Ausbildung im elektrotechnischen Bereich.

Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP):
Die EuP übernimmt Aufgaben, die ihr von der Elektrofachkraft übertragen wurden. Unter der Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft führt die EuP verschiedene Aufgaben aus, für die sie geschult ist. Hierbei muss die Elektrofachkraft nicht permanent anwesend sein, die Arbeiten jedoch in angemessenen Zeitabständen kontrollieren. Diese Aufgaben beinhalten zum Beispiel das Austauschen von Leuchtmitteln sowie Mess- und Prüfarbeiten.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT oder EFT):
Eine EFKffT ist eine Person mit einer zusätzlichen Qualifikation in einem Teilbereich der Elektrotechnik. Hierbei handelt es sich um eine Ausbildung in einem elektrotechnischen Bereich in Theorie und Praxis, die durch eine erfolgreich bestandene Prüfung belegt ist. Sie kann Aufgaben aus dem festgelegten Tätigkeitsfeld ihrer Zusatzqualifikation entsprechend übernehmen, auch wenn sie keine vollständig ausgebildete Elektrofachkraft ist.

Ende November 2016 wurde die novellierte Arbeitsstättenverordnung veröffentlicht.

Neu sind Regelung zum Homeoffice/Telearbeitsplatz:

Als Telearbeitsplätze gelten Bildschirmarbeitsplätze, die der Arbeitgeber für einen festgelegten Zeitraum im Privatbereich des Mitarbeiters einrichtet. Für diese bedarf es eine Vereinbarung mit dem Beschäftigten über einen Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich. Darin sollen Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzgestaltung festgelegt werden.

Präzisiert werden die Inhalte der Sicherheitsunterweisung:

Zwar bestand eine solche Unterweisungspflicht bereits bisher. Aber es mangelte an entsprechenden Hinweisen, über welche Gefährdungen Beschäftigte konkret zu unterweisen sind. Dazu zählen zum Beispiel Brandschutzmaßnahmen, Erste Hilfe, Fluchtwege und Notausgänge.

Auch hier wird die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastungen (noch einmal) gefordert. Grundsätzlich schreibt dies das Arbeitsschutzgesetz vor. Bezogen auf Arbeitsstätten gibt es nun eine Konkretisierung.

Tageslicht in Arbeitsräumen, ist erforderlich in allen Räumen, die nicht ausdrücklich davon ausgenommen sind.

In der Vorweihnachtszeit wird die Frage häufig gestellt: „Bin ich bei einem Unfall während der Weihnachtsfeier durch die Berufsgenossenschaft versichert?“ 

Durch die BG sind Unfälle versichert, die sich bei Betriebsausflügen sowie auf den Wegen von und zum Veranstaltungsort ereignen. Kein Versicherungsschutz besteht für Teilnehmer wie Familienangehörige und Gäste sowie ehemalige Mitarbeiter.
Das Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel urteilte diesen Sommer: Auch Veranstaltungen einzelner Abteilungen eines Unternehmens sind unfallversichert. Voraussetzung: Von der Unternehmens- oder Betriebsleitung ist die Veranstaltung gewollt und es sind betriebliche Vorgaben für den Veranstaltungsrahmen mit der Abteilungs- oder Sachgebietsleitung vereinbart, z.B.
 die zeitliche Gestaltung, Zeitgutschriften oder finanzielle Förderungen. Eine weitere Voraussetzung ist, die Verbundenheit der Beschäftigten untereinander wird gefördert und alle Beschäftigten der Abteilung sind eingeladen und der Abteilungsleiter veranstaltet den Betriebsausflug selbst . Die Unternehmensleitung muss nicht persönlich anwesend sein. 

… ein Thema für die Arbeitssicherheit? Ganz klar, ja!

Der Einfluss von berauschenden Mitteln verursacht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Auch Medikamente, die eine psychoaktive Wirkung haben zählen dazu. Das Arbeiten unter Einfluss berauschender Substanzen als Arbeitsrisiko. Sobald Hinweise vorliegen, dass ein Beschäftigter unter akutem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten mit psychoaktiver Wirkung steht, muss der Vorgesetzten handeln. Es steht in seiner Verantwortung, zu prüfen, ob der Betroffene die Arbeit noch ohne Gefährdung für andere ausführen kann.

Gemäß DGUVV1 „Grundsätze der Prävention“ § 7 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, darauf zu achten, dass Arbeitsaufgaben Personen nicht aufgetragen werden, die erkennbar nicht in der Lage sind, diese ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen.

Viele Arbeitgeber und Führungskräfte wissen nicht wie Sie vorgehen sollen und wie die Rechtslage ist. Wir unterstützen Sie bei der Gestaltung der betrieblicher Suchtprävention. Informationen finden Sie auch im Internet:

DHS Sucht am Arbeitsplatz

 

 

In der aktuellen Ausgabe der IHK-Zeitschrift „Niederbayerische Wirtschaft“ wird am Beispiel eines Krankenhauses deutlich, dass die genaue Ermittlung der betriebspezifischen Belastungsfaktoren die Basis für eine zielführende Reduzierung der psychischen Belastungen ist.

IHK-Fachartikel_Gefährdungsbeurteilung_schafft_nutzen

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellt auf deiner Internetseite ein Online-Tool bereit mit dem man u. a. herausfinden kann welches Idealbild man von der Arbeit hat. Darüber hinaus informiert „Wertewelt Arbeiten 4.0“, wie andere Teilnehmer über das Thema Arbeit heute und in Zukunft denken. Der Test dauert etwa 5 – 10 Minuten und setzt sich zusammen aus Fotos und Aussagen die zugeordnet oder bewertet werden sollen.Die Texte, mit denen die Wertewelten erläutert werden, regen zum Nachdenken und zum Austausch mit anderen an.

zum Online-Tool Wertewelt Arbeiten 4.0

Das Institut für Soziologie an der TU Chemnitz hat die Ergebnisse der Studien zum “Zeit- und Leistungsdruck” in einem Buch unter diesem Titel veröffentlicht. Es geht um die Fragen, was ist eigentlich „Zeit- und Leistungsdruck“? Wie entsteht Zeit- und Leistungsdruck, welche Folgen hat er, und wie gehen Betriebe und Beschäftigte damit um? Die Forscher formulieren Vorschläge, Empfehlungen und Leitprinzipien für einen professionellen Umgang mit dem Druck auf individueller aber auch betrieblicher Ebene. Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung des Inhalts auf der Website der BAuA.  Die online-Version finden Sie hier.

Etwa 90 Prozent der elektrischen Unfälle ereignen sich im Bereich der Niederspannung. Betroffen sind überwiegend Elektrofachkräfte. Die Unfallursache ist in den meisten Fällen, dass die 5 Sicherheitsregeln nicht oder nur unvollständig angewendet wurden.

Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen:

  • Die Gefährdungsbeurteilung zeigt nötigen Schutzmaßnahmen über die 5 Sicherheitsregeln hinaus auf.
  • Schriftliche Beauftragung der verantwortlichen Elektrofachkraft und des Anlagenverantwortlichen.
  • Einweisen des Arbeitsverantwortlichen über die Schutzmaßnahmen an der Anlage.
  • Schutzmaßnahmen unterweisen und in Betriebsanweisung darstellen.

Ermittlung psychischer Belastungen! Welches sind denn nun Arbeitsumstände, die tatsächlich so negativ auf Menschen wirken können, dass sie psychisch krank werden?

Professorin Renate Rau von der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg hat in ihrer Forschungsarbeit 11 Belastungsfaktoren ausgemacht, die eine Rolle spielen:

  • geringer Handlungsspielraum
  • hohe Arbeitsintensität
  • geringe sozialer Unterstützung

diese Faktoren sind vor allem belastend, wenn sie in Kombination auftreten.

  • Ungleichgewicht zwischen erlebter beruflich geforderter Leistung und dafür erhaltener Belohnung/Wertschätzung (Effort-Reward-Imbalance)
  • Überstunden, Schichtarbeit (wobei hier die Art der Schicht betrachtet werden muss)
  • Rollenstress (unklare Rollenanforderung, Rollenkonflikt)
  • aggressives Verhalten am Arbeitsplatz (Bullying)
  • Arbeitsplatzunsicherheit

IGA Report 31

Nur noch bis 31. Dezember 2015 dürfen die Kennzeichen „UMVERPACKUNG“ und „BERGUNG“ kleiner als zwölf Millimeter sein.

Auch für die Abmessungen der Gefahrzettelmuster und sonstigen Kennzeichen läuft die Übergangsfrist am 31.Dezember ab.Zukünftig sind nun die Abmessungen exakt (bis auf die Breite der Umrandung) vorgegeben. Insbesondere die Größe des Warnkennzeichens für Begasung wurde geändert.

Gesetzliche Grundlagen

Gefahrstoffverordnung § 14: Der Arbeitgeber muss ein Verzeichnis über die gegenüber krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitsgefährdenden Stoffen exponierten Beschäftigten führen. Es muss Angaben zur Höhe und Dauer der Exposition enthalten und 40 Jahre aufbewahrt werden. Beschäftigten sind beim Ausscheiden aus dem Betrieb die sie betreffenden Auszüge aus dem Verzeichnis auszuhändigen.

Zentrale Expositionsdatenbank (ZED)

Der Gesetzgeber hat in der Gefahrstoffverordnung weiterhin bestimmt, dass der Arbeitgeber diese Datenspeicherung mit Ihrer Zustimmung auf den zuständigen Unfallversicherungsträger übertragen kann. Die Voraussetzungen der Übermittlungsbefugnis der Arbeitgeber an die ZED sind in § 14 Abs. 4 der Gefahrstoffverordnung bzw. § 5 Abs. 3 der Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge geregelt. Daher hat der Spitzenverband der Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) eine Datenbank zur zentralen Erfassung gegenüber krebserzeugenden Stoffen exponierter Beschäftigter (ZED) eingerichtet.

Zentrale Expositionsdatenbank

Eine aktuelle Studie des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene (IUK) des Universitätsklinikums Freiburg zeigt, dass Toner Metalle wie z. B. Aluminium enthalten. Aluminium steht im Verdacht, Alzheimer zu verursachen. Sollten sich nur geringste Teile von gefährlichen Stoffen im Feinstaub von Bürogeräten befinden, die mit Toner drucken, könnte sich das auch bei gesunden Menschen gesundheitsschädigend auswirken, wie nano-control mit Hinweis auf neue weltweite Studien feststellt.

Empfehlenswert ist es Laserdrucker in einem separaten Raum aufzustellen und beim Wechseln der Tonerkartuschen Staub mit einem feuchten Lappen zu entfernen.

Die Krankenkassen sollen gezielt Leistungen fördern, die den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen in Unternehmen unterstützen. Sie sollen unter Beteiligung der Versicherten und der Verantwortlichen für den Betrieb sowie der Betriebsärzte und der Fachkräfte für Arbeitssicherheit die gesundheitliche Situation beurteilen und Vorschläge zur Verbesserung sowie zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten entwickeln und deren Umsetzung unterstützen.
Krankenkassen sind verpflichtet in ihren Satzungen festzulegen, welche Boni Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhalten können, wenn sie Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung anbieten beziehungsweise in Anspruch nehmen.

Unfall: Absturz vom Dach

Ein Leiharbeiter verlor bei Dacharbeiten das Gleichgewicht und stürzte aufgrund unzureichender Absturzsicherungen 5,50 m in die Tiefe. Die Mängel waren kurz vorher durch den SiGeKo moniert, durch den Bauleiter jedoch nicht beseitigt worden. Der Mitarbeiter überlebte den Sturz mit zahlreiche Verletzungen und ist seither querschnittsgelähmt. Die Berufsgenossenschaft klagte auf Ersatz ihrer Aufwendungen. Aufgrund grober Fahrlässigkeit wurde der Bauleiter zur Zahlung von nahezu einer Million Euro verurteilt.
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Die neue Betriebssicherheitsverordnung ist in Kraft. Das bedeutet unter anderem,

  • besondere Unfallschwerpunkte werden berücksichtigt (Instandhaltung, besondere Betriebszustände, Betriebsstörungen, Manipulationen),
  • besondere Vorgaben zur alters- und alternsgerechten Gestaltung und
  • ausdrückliche Berücksichtigung der ergonomischen und psychischen Belastungen
  • Änderungen bei der Prüfung von Arbeitsmitteln

Link zur BetrSichV

Die betriebliche Gesundheitsförderung hat einen ROI von 1 zu 2,7, so das Ergebnis einer Auswertung von 2400 Studien durch die Initiative Gesundheit und Arbeit. Demnach  profitieren von der betrieblichen Gesundheitsförderung Unternehmen und Beschäftigte. Neben der körperlichen verbesserte sich auch die psychische Verfassung, wobei die positive Wirkung dann besonders hoch ist, wenn die gesundheitsfördernden Programme verschiedene präventive Maßnahmen berücksichtigen.

Link zum Report

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat ein Fachbuch zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen herausgegeben. Es wendet sich vor allem an die Akteure aus der betrieblichen Praxis. Unter Berücksichtigung aller Schritte der Gefährdungsbeurteilung werden praktikable Vorgehensweisen beschrieben und Methoden sowie beispielhaft ausgewählter Instrumente und Verfahren dargestellt.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Die bisher in mehrere Publikationen beschriebene Ausbildung von Brandschutzbeauftragten, sind in die bundeseinheitliche Richtlinie »DGUV Information 205-003 – Aufgaben, Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten« überführt worden. Diese ersetzt die bisherigen Veröffentlichungen BGI/GUV-I 847, VdS 3111 und vfdb 12-09/01:2009-03.

zur DGUV I 205-003

Zum betrieblichen Brandschutz gehören unter anderem eine regelmäßige Unterweisung aller Beschäftigten und eine Ausbildung von Brandschutzhelfern. Die Notwendigkeit zur Bestellung von Brandschutzhelfern ergibt sich unter anderem aus der Arbeitsstättenregel ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ Abschnitt 6.2 „Brandschutzhelfer“. Diese Information gibt eine Übersicht zu den Inhalten und zum Umfang der Ausbildung von Brandschutzhelfern:

Ausbildung Brandschutzhelfer

Zertifizierter Arbeits- und Gesundheitsschutz: OHSAS 18001 wird ISO 45001

OHSAS 18001 ist ein anerkannter Leitfaden für Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsysteme. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hatte beschlossen, einen entsprechenden ISO-Standard zu entwickeln. Die ISO-Norm wird auf dem Leitfaden OHSAS 18001 basieren und vermutlich 2016 veröffentlicht werden und erhält die Bezeichnung ISO 45001 Occupational Health and Safety Management Systems. Die Integration des OH&S-Managementsystems in bereits bestehende Managementsysteme wird dadurch erleichtert, dass sich ISO 45001 sowie die für 2015 neu aufgelegen Normen ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 dieselbe Struktur teilen werden.

die Ausbildung der betrieblichen Ersthelferinnen und Ersthelfer soll ab April 2015 nach neuen Kriterien erfolgen.

Der Praxisanteil wird stärker betont
Der Zeitaufwand für die Ausbildung reduziert sich auf einen Tag
Die Fortbildung wird aufgewertet

Revision der betrieblichen Erste-Hilfe-Ausbildung

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die Einteilung ihrer Regelwerke geändert. Die alten Nummern und Kürzel wie BGV/GUV-V, BGI/GUV-I oder GUV-SI  wurden geänder. Durchgängig werden die Schriften in vier Kategorien eingeteilt werden: DGUV Vorschriften, DGUV Regeln, DGUV Informationen und DGUV Grundsätze.

Die DGUV hat eine Transferliste mit den alten und den neu vergebenen Nummern bereit gestellt.

Auseinandersetzungen und Konflikte am Arbeitsplatz kommen häufig vor – zwischen Kolleg(in)en genauso wie zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Können Konflikte nicht gelöst werden führen sie unter Umständen zu bleibender Missstimmung oder eskalieren im schlimmsten Fall zu Mobbing. Neben der gesundheitlichen Beeinträchtigung der betrofffenen Personen führt Mobbing auch zu negativen Auswirkungen auf den betrieblichen Erfolg durch Leistungseinbußen, Fluktuation und Imageverlust.

Die Mobbing-Hotline Baden Württemberg bietet telefonische Erstberatung für Menschen, die sich von Mobbing betroffen fühlen und Informationen für Betriebe.

http://www.mobbing-hotline-bw.de/index.php?id=8

2013 war der Krankenstand so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr! Das hatte die Auswertung von Daten der 4,1 Millionen TK-Versicherten ergeben. Gründe für das Fehlen sind nach wie vor besonders oft psychische Störungen, Atemwegserkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparates und Verletzungen. Detaillierte Zahlen finden Sie im „TK-Gesundheitsreport 2014 – Teil 1: Arbeitsunfähigkeit“

Änderung des Arbeitsschutzgesetzes :

Die Bundesregierung hat neben der Neuordnung der bundesunmittelbaren Unfallkassen auch Änderungen im Arbeitsschutzgesetz beschlossen. Danach sind auch psychische Belastungen bei einer Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Im Ausschussverfahren wurde u.a. die Streichung der Kleinbetriebsklausel in § 6 ArbSchG durchgesetzt.

Mit der Änderungen des Arbeitsschutzgesetzes wurde klargestellt, dass ausdrücklich auch die psychischen Belastungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zuermitteln sind.

In § 4 Nr. 1 ArbSchG wird die Gesundheitsgefährdung klarstellend als „physische und psychische“ definiert.
In § 5 Abs. 3 ArbSchG wird die Aufzählung der Gefährdungsfaktoren, die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind, um „psychische Belastungen bei der Arbeit“ erweitert.