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Arbeitsschutz

Mutterschutzgesetz und Gefahrstoffe

Die Regelungen zum Mutterschutz wurden komplett überarbeitet. Damit verbunden sind grundlegende Änderungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Der Arbeitgeber muss im Rahmen der arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung auch prüfen, ob für Schwangere eine „unverantwortbare Gefährdung“ vorliegen kann. Über Ihr Gefahrstoffverzeichnis sollten Sie schnell erkennen können, ob und wo in Ihrem Betrieb Gefahrstoffe verwendet werden, die eine besondere Gefährdung darstellen. Folgende Gefahrenhinweise zeigen eine besondere Gefährdung an: Wirkung auf oder über Laktation; H362; Reproduktionstoxisch, Kategorie 1A, 1B oder 2;

TRBS für Verwendung von Gerüsten

Die TRBS 2121 Teil 1 gilt für die Ermittlung von Schutzmaßnhamen bei der Verwendung von Gerüsten. Die Technische Regel gilt für verschiedene Grüstarten z.B. Fasadengrüste, fahrbare Kleingerüste oder Schutzgerüste. Insbesondere wird auch der Gebrauch des Gerüstes durch den Gerüstnutzer beschrieben. Ein Arbeitgeber, der Mitarbeitern ein Gerüst zum Gebrauch zur Verfügung stellt, muss diese durch eine qualifizierte Person inaugenschein nehmen und die sichere Funktion feststellen lassen.

A-Staub Grenzwert

Die im Februar 2014 veröffentlichte TRGS 900 »Arbeitsplatzgrenzwerte« sorgte für neue Vorgaben im Arbeitsschutz. Bei A-Staub gilt demnach ein Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25 mg/m³. Allerdings galt bis zum zum 31.12.2018 eine Übergangsfrist. Unter bestimmten Bedingungen galt der frühere Wert von 3 mg/m³, wenn der neue Arbeitsplatzgrenzwert nicht eingehalten werden konnte. Diese Übergangsfrist endete zum Jahresende 2018. Seit 01.01.2019 gilt für A-Staub ein Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25 mg/m³.

Mutterschutzgesetz – Gefährdungsbeurteilung aktualisieren

Ab 01. Januar 2019 musse für alle Arbeitsplätze eine dokumentierte (§14 MuSchG) Gefährdungsbeurteilung nach §5 Arbeitsschutzgesetz mit einer spezieller Betrachtung nach §10 MuSchG vorliegen. Mit der Änderung des Mutterschutzgesetztes zum 01.01.2018 wurden auch die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung geändert. Der Arbeitgeber muss nun für jeden Arbeitsplatz prüfen, ob dort Gefahren für Schwangere oder Stillende auftreten. Diese Verpflichtung besteht auch für Arbeitsplätze an denen aktuell ein Mann arbeitet. Die Gefährdungsbeurteilung und die Ergebnisse müssen dokumentiert werden

Arbeitsstättenverordnung und Bauordnungsrecht widersprechen sich nicht

Ausgangslage waren Probleme bei der Abnahme von Produktions- oder Bürogebäuden, weil die Bauten nicht der Arbeitsstättenverordnung entsprechen. In einem Gutachten BAuA sieht keine Anpassungsnotwendigkeit beider Rechtsbereiche Es gebe lediglich Rückgriffe auf Konkretisierungen im jeweils anderen Rechtsgebiet. Kollisionen gebe es auf nachgeordneter Regelungsebene – diese könnten aber schrittweise klargestellt werden. Bei weiteren Umsetzungen sollte es also weder um den Rahmen (wie etwa ein einheitliches Bauordnungsrecht) noch um die Rangfolge der Vorschriften gehen, sondern um das Zusammenwirken

CO2-Feuerlöscher – Gefahr enge Räume

Bevorzugte Einsatzgebiete sind beispielsweise elektrische Betriebsräume, Serveranlagen und Laboratorien, da das Löschmittel CO2 rückstandsfrei löscht. CO2 ist farblos, geruchlos und schwerer als Luft. Der Löscheinsatz mit CO2-Feuerlöschgeräten kann in kleinen und engen Räumen jedoch lebensgefährlich sein. Bereits ab 5 bis 8 Volumen-% CO2 in der Atemluft droht Erstickungsgefahr. Die bisherigen, auf das gesamte Raumvolumen bezogenen, Berechnungen hinsichtlich der zu erwartenden CO2-Konzentration im Raum müssen korrigiert werden. Es muss mit einer anrechenbaren Raumhöhe von maximal 2

TRGS 561 – Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen

Die TRG 561 gilt für Tätigkeiten mit Exposition gegenüber krebserzeugenden Metallen und ihren anorganischen Verbindungen der Kategorie 1A oder 1B mit Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) oder risikobasiertem Beurteilungsmaßstab (BM). Sie konkretisiert die besonderen Schutzmaßnahmen nach der Gefahrstoffverordnung und das Maßnahmenkonzept sowie die Anforderungen der TRGS910 hinsichtlich der Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen und ihren anorganischen Verbindungen. Die neue TRGS 561 ist insbesondere für folgende Branchen und Bereiche relevant: Nichteisenmetall-Metallerzeugung Hartmetallproduktion Roheisen- und Stahlerzeugung Galvanik und Beschichtung mit Chromaten

Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

Die TRGS 400 beschreibt Vorgehensweisen zur Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV. Sie bindet die Vorgaben der GefStoffV in den durch das Arbeitsschutzgesetz (§§ 5 und 6 ArbSchG) vorgegebenen Rahmen ein. Die TRGS 400 beschreibt unter anderem, detailiert: Organisation der Gefärdungsbeurteilung Informationsbeschaffung Grundsätze der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung Bewertung der Gefährdungen Die Dokumentation TRGS 400 Für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitgeber verantwortlich. Die Gefährdungsbeurteilung darf nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. AGU-Konzept übernimmt

Gefahrstoffverzeichnis

Das Gefahrstoffverzeichnis nach § 6 Abs. 10 GefStoffV verschafft einen Überblick über alle im Unternehmen verwendeten Gefahrstoffe. Ein Gefahrstoffverzeichnis muss mindestens folgende Angaben enthalten: Bezeichnung des Gefahrstoffes, Einstufung des Gefahrstoffes oder Angaben zu den gefährlichen Eigenschaften, Angaben zu den im Betrieb verwendeten Mengenbereichen, Bezeichnung der Arbeitsbereiche, in denen Beschäftigte dem Gefahrstoff ausgesetzt sein können. Im Verzeichnis wird auf die aktuellen Sicherheitsdatenblätter hingewiesen und die Ergebnisse der Substitutionsprüfung werden eingetragen. Info Gefahrstoffverzeichnis

Technische Regel ASR V3 „Gefährdungsbeurteilung“

Die ASR V3 ist im Juli 2017 in Kraft getreten und konkretisiert die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Bezug darauf, wie eine Gefährdungsbeurteilung beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten gestaltet werden kann. Die ASR V3 erläutert, wann Sie eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung überprüfen sollten und was Gegenstand der Beurteilung sein sollte. Auch die konkrete Durchführung wird in 8 Prozessschritten detailiert  dargestellt. Wenn Arbeitsschutz-Verantwortliche nach der ASR V3 vorgehen, tritt die Vermutungswirkung ein. Das heißt, sie können davon

Planungshilfe für Notfallmanagement

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV hat eine Planungshilfe für das Notfallmanagement beim Umschlag und innerbetrieblichen Transport von Gefahrgütern und gefährlichen Stoffen erstellt (DGUV Information 208-050). Der Leitfaden stellt Maßnahmen vor, die bei einem unbeabsichtigten Austritt von gefährlichen Stoffen und Gütern zu treffen sind. Diese reichen von der Ermittlung des Stoffes und dessen Eigenschaften bis zur endgültigen Freigabe der betroffenen Arbeitsbereiche.  

Elektrische Betriebsmittel – wer darf was?

Der geschulte Umgang und eine regelmäßige Prüfung elektrischer Betriebsmittel ist unerlässlich. Hier stehen Unternehmer in der Pflicht. Doch wer darf was? Vor der Zuweisung von Aufgaben im elektrotechnischen Bereich muss laut VDE 0105-100 die Art und Schwierigkeit der Aufgabe beurteilt werden, um einen entsprechend qualifizierten Mitarbeiter dafür auszuwählen. Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK): Sind Unternehmer selber keine Elektrofachkräfte müssen sie eine VEFK bestellen, die ihre Unternehmenspflichten in diesem Fachbereich übernehmen. Eine VEFK muss Techniker, Meister, Ingenieur, Bachelor oder

Neue Arbeitsstättenverordnung

Ende November 2016 wurde die novellierte Arbeitsstättenverordnung veröffentlicht. Neu sind Regelung zum Homeoffice/Telearbeitsplatz: Als Telearbeitsplätze gelten Bildschirmarbeitsplätze, die der Arbeitgeber für einen festgelegten Zeitraum im Privatbereich des Mitarbeiters einrichtet. Für diese bedarf es eine Vereinbarung mit dem Beschäftigten über einen Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich. Darin sollen Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzgestaltung festgelegt werden. Präzisiert werden die Inhalte der Sicherheitsunterweisung: Zwar bestand eine solche Unterweisungspflicht bereits bisher. Aber es mangelte an entsprechenden Hinweisen, über welche Gefährdungen Beschäftigte konkret zu

Buchempfehlung der BAuA: Professioneller Umgang mit Zeit- und Leistungsdruck

Das Institut für Soziologie an der TU Chemnitz hat die Ergebnisse der Studien zum “Zeit- und Leistungsdruck” in einem Buch unter diesem Titel veröffentlicht. Es geht um die Fragen, was ist eigentlich „Zeit- und Leistungsdruck“? Wie entsteht Zeit- und Leistungsdruck, welche Folgen hat er, und wie gehen Betriebe und Beschäftigte damit um? Die Forscher formulieren Vorschläge, Empfehlungen und Leitprinzipien für einen professionellen Umgang mit dem Druck auf individueller aber auch betrieblicher Ebene. Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung

Arbeitsunfälle nahmen ab aber die Zahl der elektrischen Unfälle steigt

Etwa 90 Prozent der elektrischen Unfälle ereignen sich im Bereich der Niederspannung. Betroffen sind überwiegend Elektrofachkräfte. Die Unfallursache ist in den meisten Fällen, dass die 5 Sicherheitsregeln nicht oder nur unvollständig angewendet wurden. Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen: Die Gefährdungsbeurteilung zeigt nötigen Schutzmaßnahmen über die 5 Sicherheitsregeln hinaus auf. Schriftliche Beauftragung der verantwortlichen Elektrofachkraft und des Anlagenverantwortlichen. Einweisen des Arbeitsverantwortlichen über die Schutzmaßnahmen an der Anlage. Schutzmaßnahmen unterweisen und in Betriebsanweisung darstellen.

Psychische Belastung – Risikofaktoren

Ermittlung psychischer Belastungen! Welches sind denn nun Arbeitsumstände, die tatsächlich so negativ auf Menschen wirken können, dass sie psychisch krank werden? Professorin Renate Rau von der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg hat in ihrer Forschungsarbeit 11 Belastungsfaktoren ausgemacht, die eine Rolle spielen: geringer Handlungsspielraum hohe Arbeitsintensität geringe sozialer Unterstützung diese Faktoren sind vor allem belastend, wenn sie in Kombination auftreten. Ungleichgewicht zwischen erlebter beruflich geforderter Leistung und dafür erhaltener Belohnung/Wertschätzung (Effort-Reward-Imbalance) Überstunden, Schichtarbeit (wobei hier die Art der

Gefahrstoffverordnung – Umgang mit cmr-Stoffen

Gesetzliche Grundlagen Gefahrstoffverordnung § 14: Der Arbeitgeber muss ein Verzeichnis über die gegenüber krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitsgefährdenden Stoffen exponierten Beschäftigten führen. Es muss Angaben zur Höhe und Dauer der Exposition enthalten und 40 Jahre aufbewahrt werden. Beschäftigten sind beim Ausscheiden aus dem Betrieb die sie betreffenden Auszüge aus dem Verzeichnis auszuhändigen. Zentrale Expositionsdatenbank (ZED) Der Gesetzgeber hat in der Gefahrstoffverordnung weiterhin bestimmt, dass der Arbeitgeber diese Datenspeicherung mit Ihrer Zustimmung auf den zuständigen Unfallversicherungsträger übertragen

Tonerstäube doch gefährlich?

Eine aktuelle Studie des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene (IUK) des Universitätsklinikums Freiburg zeigt, dass Toner Metalle wie z. B. Aluminium enthalten. Aluminium steht im Verdacht, Alzheimer zu verursachen. Sollten sich nur geringste Teile von gefährlichen Stoffen im Feinstaub von Bürogeräten befinden, die mit Toner drucken, könnte sich das auch bei gesunden Menschen gesundheitsschädigend auswirken, wie nano-control mit Hinweis auf neue weltweite Studien feststellt. Empfehlenswert ist es Laserdrucker in einem separaten Raum aufzustellen und beim Wechseln

Verantwortung des Vorgesetzten

Unfall: Absturz vom Dach Ein Leiharbeiter verlor bei Dacharbeiten das Gleichgewicht und stürzte aufgrund unzureichender Absturzsicherungen 5,50 m in die Tiefe. Die Mängel waren kurz vorher durch den SiGeKo moniert, durch den Bauleiter jedoch nicht beseitigt worden. Der Mitarbeiter überlebte den Sturz mit zahlreiche Verletzungen und ist seither querschnittsgelähmt. Die Berufsgenossenschaft klagte auf Ersatz ihrer Aufwendungen. Aufgrund grober Fahrlässigkeit wurde der Bauleiter zur Zahlung von nahezu einer Million Euro verurteilt. Lesen Sie mehr

Die neue Betriebssicherheitsverordnung

Die neue Betriebssicherheitsverordnung ist in Kraft. Das bedeutet unter anderem, besondere Unfallschwerpunkte werden berücksichtigt (Instandhaltung, besondere Betriebszustände, Betriebsstörungen, Manipulationen), besondere Vorgaben zur alters- und alternsgerechten Gestaltung und ausdrückliche Berücksichtigung der ergonomischen und psychischen Belastungen Änderungen bei der Prüfung von Arbeitsmitteln Link zur BetrSichV

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat ein Fachbuch zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen herausgegeben. Es wendet sich vor allem an die Akteure aus der betrieblichen Praxis. Unter Berücksichtigung aller Schritte der Gefährdungsbeurteilung werden praktikable Vorgehensweisen beschrieben und Methoden sowie beispielhaft ausgewählter Instrumente und Verfahren dargestellt. Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Neue Einteilung der BG-Vorschriften

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die Einteilung ihrer Regelwerke geändert. Die alten Nummern und Kürzel wie BGV/GUV-V, BGI/GUV-I oder GUV-SI  wurden geänder. Durchgängig werden die Schriften in vier Kategorien eingeteilt werden: DGUV Vorschriften, DGUV Regeln, DGUV Informationen und DGUV Grundsätze. Die DGUV hat eine Transferliste mit den alten und den neu vergebenen Nummern bereit gestellt.

Änderung des Arbeitsschutzgesetzes

Änderung des Arbeitsschutzgesetzes : Die Bundesregierung hat neben der Neuordnung der bundesunmittelbaren Unfallkassen auch Änderungen im Arbeitsschutzgesetz beschlossen. Danach sind auch psychische Belastungen bei einer Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Im Ausschussverfahren wurde u.a. die Streichung der Kleinbetriebsklausel in § 6 ArbSchG durchgesetzt. Mit der Änderungen des Arbeitsschutzgesetzes wurde klargestellt, dass ausdrücklich auch die psychischen Belastungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zuermitteln sind. In § 4 Nr. 1 ArbSchG wird die Gesundheitsgefährdung klarstellend als „physische und psychische“ definiert.