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Gefährdungsbeurteilung

Mutterschutzgesetz und Gefahrstoffe

Die Regelungen zum Mutterschutz wurden komplett überarbeitet. Damit verbunden sind grundlegende Änderungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Der Arbeitgeber muss im Rahmen der arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung auch prüfen, ob für Schwangere eine „unverantwortbare Gefährdung“ vorliegen kann. Über Ihr Gefahrstoffverzeichnis sollten Sie schnell erkennen können, ob und wo in Ihrem Betrieb Gefahrstoffe verwendet werden, die eine besondere Gefährdung darstellen. Folgende Gefahrenhinweise zeigen eine besondere Gefährdung an: Wirkung auf oder über Laktation; H362; Reproduktionstoxisch, Kategorie 1A, 1B oder 2;

Mutterschutzgesetz – Gefährdungsbeurteilung aktualisieren

Ab 01. Januar 2019 musse für alle Arbeitsplätze eine dokumentierte (§14 MuSchG) Gefährdungsbeurteilung nach §5 Arbeitsschutzgesetz mit einer spezieller Betrachtung nach §10 MuSchG vorliegen. Mit der Änderung des Mutterschutzgesetztes zum 01.01.2018 wurden auch die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung geändert. Der Arbeitgeber muss nun für jeden Arbeitsplatz prüfen, ob dort Gefahren für Schwangere oder Stillende auftreten. Diese Verpflichtung besteht auch für Arbeitsplätze an denen aktuell ein Mann arbeitet. Die Gefährdungsbeurteilung und die Ergebnisse müssen dokumentiert werden

TRGS 561 – Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen

Die TRG 561 gilt für Tätigkeiten mit Exposition gegenüber krebserzeugenden Metallen und ihren anorganischen Verbindungen der Kategorie 1A oder 1B mit Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) oder risikobasiertem Beurteilungsmaßstab (BM). Sie konkretisiert die besonderen Schutzmaßnahmen nach der Gefahrstoffverordnung und das Maßnahmenkonzept sowie die Anforderungen der TRGS910 hinsichtlich der Tätigkeiten mit krebserzeugenden Metallen und ihren anorganischen Verbindungen. Die neue TRGS 561 ist insbesondere für folgende Branchen und Bereiche relevant: Nichteisenmetall-Metallerzeugung Hartmetallproduktion Roheisen- und Stahlerzeugung Galvanik und Beschichtung mit Chromaten

Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

Die TRGS 400 beschreibt Vorgehensweisen zur Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV. Sie bindet die Vorgaben der GefStoffV in den durch das Arbeitsschutzgesetz (§§ 5 und 6 ArbSchG) vorgegebenen Rahmen ein. Die TRGS 400 beschreibt unter anderem, detailiert: Organisation der Gefärdungsbeurteilung Informationsbeschaffung Grundsätze der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung Bewertung der Gefährdungen Die Dokumentation TRGS 400 Für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitgeber verantwortlich. Die Gefährdungsbeurteilung darf nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. AGU-Konzept übernimmt

Gefahrstoffverzeichnis

Das Gefahrstoffverzeichnis nach § 6 Abs. 10 GefStoffV verschafft einen Überblick über alle im Unternehmen verwendeten Gefahrstoffe. Ein Gefahrstoffverzeichnis muss mindestens folgende Angaben enthalten: Bezeichnung des Gefahrstoffes, Einstufung des Gefahrstoffes oder Angaben zu den gefährlichen Eigenschaften, Angaben zu den im Betrieb verwendeten Mengenbereichen, Bezeichnung der Arbeitsbereiche, in denen Beschäftigte dem Gefahrstoff ausgesetzt sein können. Im Verzeichnis wird auf die aktuellen Sicherheitsdatenblätter hingewiesen und die Ergebnisse der Substitutionsprüfung werden eingetragen. Info Gefahrstoffverzeichnis

Technische Regel ASR V3 „Gefährdungsbeurteilung“

Die ASR V3 ist im Juli 2017 in Kraft getreten und konkretisiert die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Bezug darauf, wie eine Gefährdungsbeurteilung beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten gestaltet werden kann. Die ASR V3 erläutert, wann Sie eine bereits erstellte Gefährdungsbeurteilung überprüfen sollten und was Gegenstand der Beurteilung sein sollte. Auch die konkrete Durchführung wird in 8 Prozessschritten detailiert  dargestellt. Wenn Arbeitsschutz-Verantwortliche nach der ASR V3 vorgehen, tritt die Vermutungswirkung ein. Das heißt, sie können davon

Arbeitsunfälle nahmen ab aber die Zahl der elektrischen Unfälle steigt

Etwa 90 Prozent der elektrischen Unfälle ereignen sich im Bereich der Niederspannung. Betroffen sind überwiegend Elektrofachkräfte. Die Unfallursache ist in den meisten Fällen, dass die 5 Sicherheitsregeln nicht oder nur unvollständig angewendet wurden. Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen: Die Gefährdungsbeurteilung zeigt nötigen Schutzmaßnahmen über die 5 Sicherheitsregeln hinaus auf. Schriftliche Beauftragung der verantwortlichen Elektrofachkraft und des Anlagenverantwortlichen. Einweisen des Arbeitsverantwortlichen über die Schutzmaßnahmen an der Anlage. Schutzmaßnahmen unterweisen und in Betriebsanweisung darstellen.

Psychische Belastung – Risikofaktoren

Ermittlung psychischer Belastungen! Welches sind denn nun Arbeitsumstände, die tatsächlich so negativ auf Menschen wirken können, dass sie psychisch krank werden? Professorin Renate Rau von der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg hat in ihrer Forschungsarbeit 11 Belastungsfaktoren ausgemacht, die eine Rolle spielen: geringer Handlungsspielraum hohe Arbeitsintensität geringe sozialer Unterstützung diese Faktoren sind vor allem belastend, wenn sie in Kombination auftreten. Ungleichgewicht zwischen erlebter beruflich geforderter Leistung und dafür erhaltener Belohnung/Wertschätzung (Effort-Reward-Imbalance) Überstunden, Schichtarbeit (wobei hier die Art der

Gefahrstoffverordnung – Umgang mit cmr-Stoffen

Gesetzliche Grundlagen Gefahrstoffverordnung § 14: Der Arbeitgeber muss ein Verzeichnis über die gegenüber krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitsgefährdenden Stoffen exponierten Beschäftigten führen. Es muss Angaben zur Höhe und Dauer der Exposition enthalten und 40 Jahre aufbewahrt werden. Beschäftigten sind beim Ausscheiden aus dem Betrieb die sie betreffenden Auszüge aus dem Verzeichnis auszuhändigen. Zentrale Expositionsdatenbank (ZED) Der Gesetzgeber hat in der Gefahrstoffverordnung weiterhin bestimmt, dass der Arbeitgeber diese Datenspeicherung mit Ihrer Zustimmung auf den zuständigen Unfallversicherungsträger übertragen

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat ein Fachbuch zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen herausgegeben. Es wendet sich vor allem an die Akteure aus der betrieblichen Praxis. Unter Berücksichtigung aller Schritte der Gefährdungsbeurteilung werden praktikable Vorgehensweisen beschrieben und Methoden sowie beispielhaft ausgewählter Instrumente und Verfahren dargestellt. Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen